21. Mai 2013

Warm und kuschelig: Der Schlafsack

Schlafsack Daunenschlafsack
So, heute geht's um kuschelige und warme Sachen: den Schlafsack. Auch hier galt wie immer, dass ich für's Wandern Equipment mit möglichst breitem Einsatzbereich gesucht habe, und .. ich wurde fündig ;) Bevor wir dazu kommen gibt es aber etwas Schlafsackkunde.

Grundsätzlich gibt es 2 Arten, die sich in ihrer Füllung unterscheiden, nämlich Schlafsäcke mit

  • Daunenfüllung oder
  • Synthetikfüllung.

Und es gibt sie in verschiedenen Formen, wobei aufgrund des wohl besten Größen - zu Isolierungsverhältnis für mich nur ein Mumienschlafsack in Frage kam. Daher wird es hier detailliert nur um die Füllung gehen.

Daunenfüllung

Bei den verwendeten Daunen handelt es sich entweder um Gänse- oder Entendaunen, wobei die Daunen von Gänsen dichter und damit qualitativ hochwertiger sind.
Die Füllung eines Schlafsackes besteht nun aus einer Mischung aus Daunen und Federn, die Federn dienen zur Stabilisierung, das Mischungsverhältnis wird in Prozent aus Daune/Federn angegeben, häufig 90/10.
Über die Qualität der Daune gibt dann die Fillpower Auskunft, diese bezeichnet die Bauschfähigkeit der Mischung, also wieviel Volumen die benutzte Mischung ergibt und wird in cuin angegeben, ein guter Daunenschlafsack sollte mindestens 500 cuin haben.
Die Daunen befinden sich in Kammern, damit sie nicht verrutschen, häufig sind H- und Schrägkammern.
Der Vorteil von Daunenschlafsäcken ist, dass sie auch bei geringem Gewicht und Packmaß eine hohe Isolation bieten. Nachteil ist, dass sie sehr feuchtigkeitsempfindlich sind, das heißt wenn die Daunen feucht werden, klumpen sie und können somit nicht mehr so viel Luft einschließen und wärmen damit nicht mehr so gut, außerdem sollten sie möglichst wenig gestaucht gelagert werden.

Synthetikfüllung

Bei Kunstfaserfüllungen handelt es sich um Polyesterfasern, hier erreicht man eine entsprechende Bauschfähigkeit durch die Oberflächenbeschaffenheit der einzelnen Faser. Damit sich die Fasern nicht ineinander verhaken, sind sie mit Silikon ummantelt.
Je nachdem wie warm der Schlafsack am Ende sein soll, sind die einzelnen Fasern ein- oder mehrlagig fixiert oder sind lose, damit durch die Nahtlöcher die zur Befestigung in Lagen dienen keine Wärme entweichen kann.
Vorteil hier ist, dass Kunstfaserschlafsäcke recht unempfindlich gegenüber Nässe sind, das heißt es kommt nicht zum Verklumpen der Füllung und sie wärmen auch noch, wenn sie feucht sind gut. Nachteil ist, dass sie in der Regel doch deutlich größer und auch schwerer sind.

 

Der Temperaturbereich

Auf Schlafsäcken sind in der Regel 3 Temperaturwerte angegeben: der Komfortbereich, der untere Grenzbereich und der Extrembereich. Alle Werte beziehen sich auf Personen in langer Unterwäsche. Dabei wird beim Komfortbereich eine durchschnittliche Frau herangezogen, die sich eben bei der angegebenen Temperatur noch wohl fühlt im Schlafsack, beim Grenzbereich wird der Normmann berücksichtigt und der Extrembereich gibt die Temperatur an, die man im Schlafsack noch gerade so, allerdings schon mit Erfrierungen überstehen würde. Wie immer gilt: es handelt sich natürlich nicht um absolute Werte, das persönliche Empfinden, speziell auch im Zusammenhang mit Müdigkeit und Erschöpfung spielen eine große Rolle. Wenn man also weiß, dass man schnell friert, sollte man lieber einen etwas tieferen Komfortbereich wählen.

Ein bisschen ausweiten kann man diesen Bereich noch, indem man ein Inlet verwendet. Diese gibt es aus Baumwolle, Seide aber auch Snythetik, wobei Baumwolle diesbezüglich den größten Nutzen bringt (bis zu 5°C), als Beispiel sei hier das Baumwoll-Inlet von Cocoon genannt, das hab ich mir auch zum Schlafsack dazu geholt.

Und es gibt auch hier wieder spezielle Frauenmodelle, die im Bereich der Füße und Nieren etwas ausgiebiger gefüllt sind und somit dort wärmer halten. Außerdem sind sie z.T. auch etwas anders, das heißt im Bereich der Schultern und/oder Hüften etwas weiter geschnitten.

 

Welcher Schlafsack soll's denn sein?

Ganz ehrlich, das wusste ich absolut nicht als ich einkaufen ging ;) Mein Glück war, dass der Schlafsack, den ich nun mein Eigen nenne gerade runtergesetzt war. Zudem konnte er durch einen ziemlich großen Temperaturbereich aufwarten, damit war ich überzeugt. Hier isser: der Kaikkialla Koli Summer in Medium, Modell 2012. Auch hier wie immer wichtig: das Gewicht, und das beträgt hier nur 680 g, außerdem ist auch das Packvolumen mit 4 l wirklich toll. Der Komfortbereich liegt bei 7°C  und der Grenzberich bei 0°C (der Extrembereich liegt bei -14°C), das ist so für meine Vorhaben perfekt. Da ich außerdem weder Wintertouren, noch Tropentouren plane (siehe Luftfeuchtigkeit), ist ein Daunenschlafsack für mich sehr gut geeignet. Lang ist das gute Sück 175 cm, damit ist nicht allzu viel Platz und damit Luft, die ja immer aufgewärmt werden muss, verschwendet. Zur Ausstattung gehört außerdem eine Konturkapuze mit Kordelzug, die man, wenn's kalt wird auch noch zusätzlich überstülpen und fest zuziehen kann.
Diesen Schlafsack gibt es auch als Frauenmodell, aber der war gerade nicht reduziert..

1 Kommentar:

  1. Egal was für einen Schlafsack man sich letztlich für welchen Zweck auch immer holt - ich finde gerade hier sollte man auf keinen Fall zu sehr sparen. Denn letztlich garantiert der Schlafsack wie gut man beim Trekking schläft. Und guter Schlaf ist gerade Outdoor unbezahlbar!

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